Younes Ouaqasse trägt die Meinung von Schülern in den politischen Alltag

Im Dezember 2008 rief mich Younes Ouaqasse zum ersten Mal an. Der medienpolitische Sprecher der Jungen Union Deutschlands, Bundesschatzmeister Daniel Walther, hatte uns connected. Wir fanden schon im ersten Gespräch viele gemeinsame Themen, die uns verbinden. Vor allem Themen der Bildung und Ausbildung. Younes Ouakasse lud YOUNECT zur Bundesschülertagung (BST) im März 2009 nach Bremen ein, wo Philipp Schmidt und ich YOUNECT zwei Tage vorstellten und in vielen Gesprächen mit delegierten Schülern reges Interesse an YOUNECT erlebten. Vielen Dank, wir waren sehr gerne dabei! Im September vertritt Elisa Kliem YOUNECT bei dem Bundeskoordinationsausschuss der Schüler Union Deutschlands vom 18.-19. September 2009 in München. Die gute Zusammenarbeit zeigt sich auch in dem Aufruf auf der Website der Schüler Union Deutschlands, die damit unsere Suche nach Youser-Beratern unterstützt.

Nun beantwortet Younes Ouaqasse unsere Fragen als bisher jüngster politisch aktiver Interview-Partner.

YOUNECT: Bitte stellen Sie sich doch kurz vor: Wer sind Sie? In welchem Beruf arbeiten Sie? Welche Position besetzen Sie genau?

Younes Ouaqasse: Mein Name ist Younes Ouaqasse. Als Bundesvorsitzender der Schüler Union Deutschlands, der bundesweit größten politischen Schülerorganisation,  mache ich mich für die Interessen von über 10.000 Schülerinnen und Schülern stark. Ich versuche, die Meinung von Schülern in den politischen Alltag zu tragen und so für eine attraktive und effektive Schulbildung zu sorgen. Persönlich habe ich in diesem Jahr mein Abitur abgelegt und möchte nach dem derzeitig andauernden halbjährigen Praktikum mit dem Studium des Internationalen Managements beginnen.

YOUNECT: Welcher Partei gehören Sie an und was sind deren wichtigste Ziele?

Younes Ouaqasse: Die Schüler Union Deutschlands ist Teil der Unionsfamilie und so ist es für mich selbstverständlich, neben der SU-Mitgliedschaft auch in der Jungen Union und der Christlich Demokratischen Union aktiv zu sein. Mich überzeugt von der Union eine bodenständige Politik, die sich am christlichen Menschenbild orientiert. Auch als Muslim fühle ich mich in einer christlichen Partei sehr wohl – das religiöse Fundament überzeugt mich!

YOUNECT: Als Sie Kind waren, hatten Sie sicher einen Berufswunsch/Traumberuf. Welcher war das und was machte für Sie den Reiz an diesem Beruf aus?

Younes Ouaqasse: Als Kind wollte ich immer Moderator werden; entweder als Nachrichtensprecher oder als Komödiant. Ich mag es, mit Menschen zu diskutieren und auch durchaus einmal humorvoll das aktuelle politische Geschehen unter die Lupe zu nehmen.

YOUNECT: Für welchen Berufsweg haben Sie sich dann entschieden? Haben Sie diesen Beruf in einer Ausbildung oder in einem Studium erlernt? Oder Sind Sie ein Quereinsteiger?

Younes Ouaqasse: Momentan bin ich Abiturient. Das Studium steht also noch bevor. Ich möchte aber ab nächstem Jahr Internationales Management studieren und später in der Firma meiner Eltern mitarbeiten.

YOUNECT: Was war ausschlaggebend dafür, dass Sie sich ausgerechnet für diesen Beruf entschieden haben?

Younes Ouaqasse: In meiner Funktion als Bundesvorsitzender habe ich den politischen Prozess kennengelernt und seit meiner Kindheit erlebe ich die Arbeit meiner Eltern in einem mittelständischen Betrieb. Ich möchte Verantwortung übernehmen und mich für meine Mitmenschen einsetzen.

YOUNECT: Wie haben Sie Ihre Ausbildung erlebt? Fällt Ihnen vielleicht eine Besonderheit oder eine Anekdote aus Ihrer Ausbildungszeit ein?

Younes Ouaqasse: Meine Schulzeit war geprägt durch verschiedene Stationen. In Marokko angefangen habe ich in Deutschland zuerst eine Hauptschule besucht. Später bin ich auf die Realschule gewechselt und habe anschließend auf einem Wirtschaftsgymnasium mein Abitur abgelegt. Ich habe das Dreigliedrige Schulsystem als verlässlich erlebt. Wenn man mit Eifer an sich arbeitet, kann man einen guten Schulabschluss erhalten. Die Aufgabe der Politik ist es, innerhalb dieses Systems eine größere Chancengerechtigkeit zu schaffen. Dafür setze ich mich auch auf Grund meiner persönlichen Erfahrungen ein.

YOUNECT: Wenn Sie mit Ihren heutigen Erfahrungen und Kenntnissen noch einmal als Jugendlicher beginnen könnten, würden Sie den gleichen beruflichen Weg wieder einschlagen oder etwas ändern?

Younes Ouaqasse: Momentan stehe ich am Beginn meiner beruflichen Ausbildung und mache mir selbstverständlich jeden Tag aufs neue Gedanken, welchen beruflichen Weg ich einschlagen möchte. Meiner Meinung nach, sind Praktika sehr wichtig, um erste Berufserfahrungen zu sammeln. Es müssen viel mehr Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen geschlossen werden, wo junge Menschen schon in der Schulzeit schon einmal Berufs-Luft schnuppern können.

YOUNECT: Was ist Ihrer Meinung nach gut an Ihrem Beruf? Und was stört Sie?

Younes Ouaqasse: Da lasse ich mich überraschen. Ich kann nur jedem empfehlen: Lernt das, was Euch Spaß macht!

YOUNECT: Wem würden Sie ihren Beruf weiter empfehlen? Was müsste diese Person mitbringen?

Younes Ouaqasse: Ich werde selbst erst in den kommenden Jahren erfahren, was man für das Arbeitsfeld Internationales Management so alles benötigt. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass Leistungsbereitschaft und Leidenschaft sehr wichtig sein werden.

YOUNECT: Gibt es Vorurteile über ihren Berufszweig, mit denen Sie gern aufräumen würden?

Younes Ouaqasse: Schüler sind nicht faul. Sie sind größtenteils sogar sehr strebsam. Leider vernachlässigen viele Lehrer ihren Beruf und fordern ihre Schüler nicht ausreichend.

YOUNECT: Vielen Dank Herr Ouaqasse. Wir wünschen Ihnen natürlich in der Vorbereitung der Bundestagswahlen viel Kraft und Ausdauer und darüber hinaus sichtbare Erfolge am 27. September 2009.