Zwischen Logodiskussionen und Kinderspielzeug- ein Praktikum bei der TLZ

Im Rahmen unserer Aktion „von Yousern“ hat uns wieder ein spannender Bericht erreicht.  Theres Böhme hatte scheinbar ein echt spannedes Praktikum bei der TLZ absolvierte. Weg von den Vorurteilen „da muss man ja nur als Aushilfe herhalten“ hin zum „WOW da ist nen Artikel von mir zu lesen“. Wir sagen danke und hoffen, dass Theres im Traumjob Journalist Fußfassen kann.

Halb neun, vor mir ein Kaffee und die neueste Ausgabe der Thüringer Landeszeitung- kurz TLZ. Erfurter Lokalteil – und über einigen Artikeln der Name: Theres Böhme. Wahnsinn! Nach Bewerbungsgesprächen und der Anfertigung eines Probeartikels verfasse ich eigene Artikel in der Zeitung. Denn ich habe einen der begehrten Praktikumsplätze bei der Erfurter Lokalredaktion der TLZ ergattert.

Manche werden „Praktikum“ erst einmal mit eigentlich nichts-tun und Kaffeekochen in Verbindung bringen. Nicht so bei der TLZ. Hier wird man von Anfang an voll und ganz mit einbezogen. In der Praxis hieß das Pressetermin im Rathaus am ersten Tag des dreiwöchigen Praktikums. Thema: Vorstellung des neuen Erfurt Logos mit Andreas Bausewein. Schon als die Pressemappe zum Thema verteilt wurde, fühlte man sich dazugehörig, zu den vielen anderen Journalisten. Dann noch ein paar Fotos machen und zurück in die Redaktion und an den Computer. Aber bei den komplexen Computerprogrammen, eigens für Redakteure, war das mit dem schreiben gar nicht so leicht. Und dann noch die Tastatur, auf der alles so anders war und die vor allem so viele ungewohnte neue Tasten hatte. Aber es nütze nichts und nach etwa einer Woche ging es dann auch so langsam aufwärts mit dem Verständnis für die Tastatur und man traute mir immer anspruchsvollere Themen zu.

Der Job als Redakteur ist aber keinesfalls ein stupider Bürojob. Etwa jeden zweiten Tag ging es zu Außenterminen, wie zum Beispiel einem Termin mit einem Diamanten Paar. Heißt zu einem Ehepaar, welches schon ganze 60 Jahre miteinander verheiratet ist und folglich bald Diamantene Hochzeit feiert. Und wie das so ist bei älteren Leuten wurde viel erzählt und Kaffee und Kuchen gereicht. Aber auch ein Spatenstich für einen neuen Spielplatz in einer Erfurter Siedlung stand auf dem Plan. Inmitten einer überwucherten Wiese setzte Oberbürgermeister Bausewein den symbolisch ersten Spatenstich und startete damit die Bauarbeiten. Nach ein paar Fotos konnte man sich bei entspannter Atmosphäre, mit Getränken und Kuchen, den Interviews mit den verschiedensten Menschen widmen und ein bisschen Smalltalk mit dem einen oder anderem Redakteur führen. Später zurück an den PC und einen Artikel darüber erstellen. Das stellen sich vielleicht viele einfacher vor, als es in der Realität ist. Denn der Text muss genau in das Seitenlayout passen und hat eine vorgeschriebene Länge. Mein Text war also grundsätzlich erst einmal zu kurz oder meistens zu lang. Aber noch schlimmer: Eine passende Überschrift finden, die vor allem Interesse weckt und genau ins Layout passt. Nach langen hin und her die perfekte Überschrift- nur leider war die immer zu kurz oder zu lang. Doch nach ein wenig hin und her habe ich doch immer eine alternativ Überschrift gefunden.

Das waren Probleme mit denen ich mich ganze drei Wochen befassen durfte. Und es waren tolle Probleme in meinem absoluten Traumjob- abwechslungsreich, aufregend und vor allem kann man seine Meinung ausdrücken. Die Zeit verging rasend schnell und ich konnte so viel an Erfahrung mitnehmen. Es lohnt sich also wirklich für jeden, seine Ferienzeit für ein Praktikum, in der Branche zu „opfern“, in die man später gehen möchte.