Die Youser-Sicht auf’s Berater-Treffen (Teil 1)

Von den ersten beiden Younect-Treffen wurde bisher nur von Younect selbst berichtet, nicht jedoch von den Jugend-Beratern. Darum hat sich Amed entschieden einen Bericht zu schreiben und die Erfahrungen aus Berlin noch einmal in Textform zusammenzufassen. Seinen Artikel möchte ich nur um ein weiteres Foto ergänzen und ansonsten unkommentiert darstellen:PA170045_small

Am Freitag um 9:30 Uhr ging es bei mir los. Eine halbe Stunde früher fuhr ich zum Bahnhof um Verspätungen meinerseits zu vermeiden. Ein Fensterplatz im ICE wurde für mich reserviert, der jedoch von einem Franzosen besetzt war. Da ich just zu faul zum reden war und mir sicher war, dass der Franzose aufgrund seiner Herkunft kein Wort von dem was ich eventuell gesagt hätte, verstanden würde, ersparte ich mir das Gerede und saß mich einfach neben ihn – reden würde ich später sowieso genug dachte ich mir.

Ca. 2 Stunden später hielt der Zug für 10 Minuten in Mannheim an.

Ich nahm also die zweimalige Gelegenheit an und entspannte mich bei einer Zigarette und etwas zu frischer Luft. Zweimalig deshalb, weil mir kurz vor Mannheim von der Schaffnerin gesagt wurde, dass Ich nur in Frankfurt am Bahnhof eine rauchen könnte, der ICE würde an den anderen Bahnhöfen nur kurz anhalten – da hat sich die Schaffnerin wohl geirrt. Eine hübsche Schaffnerin muss man dazu sagen.

Was mich aber eher genervt hat, war die Tatsache, dass es keine Raucherbereiche im ICE gibt. Seit wann ist das so? Ich dachte immer, Menschen geben soviel Geld für ein ICE-Ticket aus, weil nur dieser einen Raucherbereich zu bieten hat – und natürlich wegen dem schönen Design und der weißen Farbe.

Zurück zur eigentlichen Story. Von draußen, am Bahnhof in Mannheim, konnte ich den Franzosen samt Gepäck in ein anderes Wagon laufen sehen. Sehr gut dachte ich mir. Die Freude hielt aber nicht sehr lange an, gefühlte 0.5 Sekunden später kam schon ein anderer Vogel und eroberte meinen Fensterplatz. Diesmal aber würde Ich den Mann ansprechen und ihn bitten sich gefälligst einen anderen reservierten Platz zu suchen und diesen zu klauen. Ich war kurz davor. Plante schon eine Abfolge wie Ich vorgehen wollte:

Zigarette auf den Boden werfen – austreten – reingehen – zum Platz gehen – hinsetzen – Jacke, Mütze, Schal, Handschuhe ausziehen – Ticket rausholen – Ihm vors Gesicht halten – auf die Nummer seines Sitzes hinweißen – grinsen. So in etwa sollte es ablaufen, aber schon vor dem hinsetzen gab ich auf. Ich glaube das würde jeder tun, der einen Erwachsenen Mann „Choo Choo“ singen hören würde. Ich nahm also meinen Rucksack und suchte mir einen anderen Platz – zum Glück waren genug Plätze frei. Anscheinend wollte niemand auch nur 2 Meter entfernt von ihm sitzen. Damit konnte ich aber leben. Immerhin 2 Meter. Wären die Plätze voll, wären höchstens 15 cm zwischen meinem linken Bein und seinem rechten Bein frei. Das wäre dann schon was anderes.

Die nächsten gefühlten 10 Stunden habe ich mit Musik hören und Buch anstarren verbracht. Ich wollte dann nach dem anstarren eigentlich das Buch lesen, aber irgendwie sah die Frontseite attraktiver aus, als die vielen Buchstaben im inneren des Buches, die dann auch abwechselnd mehrfach auftreten. Mir reicht die Frontseite vollkommen aus. Mehr als Titel und Name des Autors braucht man im Nachhinein sowieso nicht zu wissen. Eventuell noch den Namen vom Verlag, um für die nächste längere Reise mehr Bücher mit attraktiver Frontseite zu kaufen.

Weitere gefühlte 10 Stunden Kaffebecher anstarren vergingen, bis ich endlich nach etwa 7 Stunden Fahrt am Ostbahnhof in Berlin ankam. Ich machte mich gleich auf den Weg zum Pegasus Hostel, in 40 Minuten wäre ja schon das erste Treffen mit Martin Gaedt, dem CEO von Younect und Nadine, der jungen Frau, die praktisch für die ganze Organisation zuständig war. Nach 5 Minuten Fußweg kam ich am Hostel an.

Der erste Eindruck war sehr gut. Ein schöner Biergarten draußen, der aber wegen dem Sauwetter unbenutzbar war. Innen drin sah es auch, dem Preis entsprechend, gut aus. Wobei mir persönlich so eine Unterkunft sowieso lieber ist, als ein Luxushotel. In so einem Hostel lernt man nämlich Menschen aus der ganzen Welt kennen.

Von den 40 Minuten, die ich früher da war, verbrachte ich 20 davon mit Nichtstun. Danach traf Ich die ersten Leute, die aus dem selben Grund wie ich da waren – dem Younect-Treffen. Auf dem ersten Blick waren alle Sympathisch, was dann beim näheren Kennenlernen bestätigt wurde.

Um 18:00 Uhr sollten wir dann Martin und Nadine beim Essen kennenlernen, doch diese waren etwas zu spät dran, deshalb fingen wir ohne sie an. Aber schon nach ca. 2 Minuten waren sie da. Beide wirkten sehr nett auf mich. Nach dem Essen gingen wir in einen Seminarraum, um uns dort spielerisch näher kennenzulernen. Die 2 Stunden vergingen wie im Flug, weil diese mit viel Spaß verbunden waren.

Um etwa 21:00 Uhr waren wir dann bereit für das Nachtleben in Berlin.

Anfangs wollten einige in einen Club, später jedoch wurde uns von einem Passanten, den wir nach dem Weg gefragt haben, erzählt, dass der Club einen bestimmten Dresscode verlangt. Dazu kam noch, dass nicht alle Volljährig waren und somit eine lange Nacht im Club nicht in Aussicht war. Trotzdem hielt unsere gute Laune an, denn Berlin hat mehr zu bieten als Clubs. Zum Beispiel das Brandenburger Tor, dass wir auch nach langem Fußweg besucht haben. Ausgeschöpft von dem ganzen Laufen entschieden wir uns, die U-Bahn zu nehmen. Von der U-Bahn aus sollte es dann in die Warschauer Straße gehen, um von dort aus in eine Bar zu gehen. Da wir nicht genau wussten, wo es langging fragten wir ein Pärchen nach dem Weg. Zufällig wollten sie auch in eine Bar in der Warschauer Straße und so fragte uns das Pärchen, ob wir denn nicht Lust hätten sie zu begleiten. Natürlich nahmen wir das Angebot sofort dankend an und folgten ihnen. Bis jetzt gefiel mir Berlin, nette Menschen, nette Stadt. In der Bar angekommen, mussten wir erstmal ein paar Minuten warten, bis ein Tisch frei wurde. Als es dann soweit war, wurden wir gleich von einer netten Kellnerin begrüßt und zum Tisch geführt. Einige Cocktails später brachen wir dann auf und gingen zurück zum Hostel. Ein paar Stunden wurde noch Fern geguckt und im Internet gesurft und dann war auch schon jeder Müde und bereit zu schlafen. 2 Stunden später klingelte schon der Wecker.

Teil 2 folgt in den nächsten Tagen…

Vielen Dank, Amed! Wir freuen uns schon auf deinen zweiten Teil des Berichts.