Schon in der Schule den Fachkräfte-Nachwuchs suchen

In einem Artikel vom 10. Dezember 2009 berichtete der Südkurier, dass die Zahl der in eine Ausbildung vermittelten Jugendlichen ebenso wie die Zahl der Ausbildungsbetriebe gestiegen seien. Allerdings zeigte der schon seit langem prognostizierte demografische Wandel erste Auswirkungen: Die zurückgehenden Schulabgängerzahlen zeigten sich nun auch in deutlich weniger Bewerbern auf dem Ausbildungsmarkt. Der „Kampf um Auszubildende“ hat also begonnen, so der Südkurier.

Die Arbeitsagenturen, Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer (IHK) deuten die Zahlen zum Ausbildungsmarkt 2009 in den Landkreisen Schwarzwald-Baar, Tuttlingen und Rottweil zunächst positiv. So seien immer mehr Betriebe bereit, erstmals Ausbildungsplätze anzubieten – trotz der schlechten Wirtschaftslage. Ende November waren es in den  Arbeitsamt-Bezirken nur noch 19 Jugendliche, die nicht vermittelt werden konnten. Diese Zahl sei in den letzten Jahren stetig gesunken, was aber auch daran zu liegen scheint, dass es immer weniger Haupt- und Realschul-Abgänger und somit potenzielle Bewerber in der Region gibt.

Dieser Trend wird sich auch in Zukunft fortsetzen. Trotz der jetzigen guten Lage warnte IHK-Präsident Dieter Teufel: „Wir werden in Zukunft den Kampf um den Auszubildenden haben und nicht mehr um den Platz“. Auch die Leiterin der Arbeitsagentur Villingen-Schwenningen, Erika Faust, sagte: „Es ist ein deutlicher Rückgang an Potenzial zu erwarten“. (Quelle: suedkurier.de)

Aus diesen Erkenntnissen folgern Teufel und Handwerkskammer-Präsident Bernhard Hoch die Wirtschaft müsse stärker um die potenziellen Bewerber kämpfen und sich bereits in der Schule um ihren späteren Fachkräfte-Nachwuchs bemühen. Außerdem wäre es wünschenswert den Anteil der Migranten unter den Lehrlingen zu erhöhen und mehr Mädchen in die typischen Männerberufe zu bringen. Die Zahlen belegen, dass derzeit mehr als dreimal soviele männliche wie weibliche Lehrlinge bei der Handwerkskammer gemeldetet sind.

Ein weiteres Problem, dem mit Sonderprogrammen, wie z.B. der „Azubi-Akademie“ entgegengewirkt werden soll, ist die mangelhafte Ausbildungsreife mancher Bewerber. Diesem Problem sollten sich allerdings eher das Elternhaus und die Schule widmen. Dass es hier deutlichen Verbesserungsbedarf gibt, zeigt der überraschte Kommentar der Schweizerin Sibylle Liechti, die der Arbeitsagentur Rottweil vorsteht: Sie sei „fast vom Stuhl gefallen“, als sie von der Klassenstärke in deutschen Hauptschulen erfahren habe. In der Schweiz seien es maximal 18 Hauptschüler, damit diese eine „optimale Förderung“ bekommen.

Auch YOUNECT beschäftigt sich seit langem mit dem nun beginnenden demografischen Wandel und seinen Folgen. Mit unseren Tools wollen wir Arbeitgebern dabei helfen sich frühzeitig ins Gespräch der Jugendlichen zu bringen und sich als potenzieller Arbeitgeber zu positionieren. Neben unserer Produktpalette bieten wir auch den Service individuelle Konzepte für die Wünsche der Kunden zu entwickeln und umzusetzen. Bei Interesse melden Sie sich einfach unter arbeitgeber@younect.de.