@Schüler: „Was unterscheidet mich von anderen?“ @Arbeitgeber: „Nach versteckten Potentialen der Bewerber suchen!“

Heute gibt uns seine Tipps Felix Berghöfer. Er ist Geschäftsführer der Berghöfer Consulting. Einer Unternehmensberatung für Personal- und Organisationsentwicklung. Darüber hinaus ist er Lehrbeauftragter für Personalmanagement an der FOM Hochschule für Oekonomie & Management.

1 Tipp zur Berufswahl an Schüler:

„Man sollte nichts beschönigen. Die Berufswahl direkt nach der Schule ist eine knifflige Angelegenheit. Auf der einen Seite wird einem ständig erzählt, dass man in der heutigen Zeit alles werden kann, was man will. Auf der anderen Seite weiß man ja oft noch gar nicht so genau, was man werden will oder was man überhaupt werden kann. Daher rate ich allen Schülern, dich sich zurzeit mit diesen Fragen auseinandersetzen, jede Möglichkeit zu nutzen, die Möglichkeiten da draußen kennen zu lernen. Plattformen wie Younect haben eine Fülle von Informationen zu den verschiedensten Ausbildungsberufen zusammengetragen. Interessant darin ist vor allem, dass dort viele Berufe bzw. Ausbildungen vorgestellt werden, von denen die meisten noch nie etwas gehört haben. Die aber oft sehr spannend sind. Der Pluspunkt dabei ist dann nämlich auch, dass wenn bestimmte Ausbildungen nicht so bekannt sind, es auch nicht so viele Bewerber gibt. Das erhöht die Chance des Einzelnen.

Darüber hinaus empfehle ich, dass man sich mit den eigenen Stärken und Schwächen auseinandersetzt. Was kann ich gut, was vielleicht nicht so gut? In welchen Bereichen möchte ich Zukunft noch besser werden? Was unterscheidet mich von anderen? Wer diese Fragen beantworten kann, kann im Vorstellungsgespräch auf jeden Fall punkten.“

1 Tipp zur Gewinnung von Schülern, Azubis, Dualen Studierenden an Personaler:

„Ich höre von vielen Unternehmen oft die Beschwerde, dass die Qualität der Bewerber um Ausbildungsplätze in den letzten Jahren verstärkt abgenommen hat. Das kann durchaus auch sein. Aber ich kann nur dazu aufrufen sich die Bewerber auch unter dem Gesichtspunkt anzugucken, dass diese jungen Menschen der Link zur Gesellschaft und damit direkt oder indirekt zu den eigenen Kunden sind. Auch wenn Bewerber z.B. mit Migrationshintergrund  nicht so gut Deutsch sprechen und schreiben können, können sie Ihrem Unternehmen aber Einblicke in das Leben von Menschen mit Migrationshintergrund geben. Vielleicht lassen daraus ja ganz innovative neue Produkte kreieren. Suchen Sie also nach den versteckten Potentialen der Bewerber!“

Vielen Dank Felix. Auf die nächsten unternehmerischen Erfolge!