Teil 2: Welchen Weg solltest Du nach der Schule einschlagen? Der Berufene und der Vernünftige

Den richtigen Beruf finden: Ein Leitfaden in fünf Punkten. Teil 2.

Noch während seines Medizinstudiums ahnte Christian Heinrich, dass er als Arzt nicht glücklich sein würde. Er wusste, dass er schreiben wollte. Das Studium schloss er trotzdem ab und besuchte anschließend die Deutsche Journalistenschule – heute arbeitet er als Journalist in Hamburg und schreibt regelmäßig für GEO und die ZEIT. Welcher Beruf ist der richtige? Gibt es den überhaupt? Und wenn ja: Woher soll man noch vor der Ausbildung, vor dem Studium wissen, wie man sich für den richtigen entscheidet – und nicht für den falschen? 75.000 Stunden! So viel Zeit verbringen wir in unserem Leben durchschnittlich im Beruf. Verdammt viel Zeit! Natürlich kann der Weg nicht von vornherein ganz durchgeplant werden kann – aber er sollte doch mit Bedacht gewählt werden. Fünf Hilfestellungen. Heute Teil 2:

2. Welchen Weg solltest Du nach der Schule einschlagen?

Eine Arbeit, in der wir nur die Zeit absitzen, wird zur Qual. Selbst für die Vernünftigen, die Sicherheit vorziehen und sich in ihrer Freizeit verwirklichen.

Nach der Schule gilt es also, erst einmal innezuhalten – und sich zu überlegen, in welchem Bereich man in den nächsten Jahrzehnten einen Großteil seiner Zeit verbringen möchte.

Der Berufene, der ein Interesse hat, das ihn ausfüllt, und der bereit ist, sich dafür anzustrengen, sollte sich nicht abschrecken lassen von großem Aufwand: Es geht darum, das zu tun, was man von Herzen möchte. Dabei sollten keine schlechten Arbeitsplatzchancen, keine Bedenken von Freunden und Eltern, und auch keine Hürden wie hohen Zulassungsbeschränkungen die Entscheidung beeinflussen – zur Not wartet man eben ein oder zwei Jahre.

Der Vernünftige mag nicht den Anspruch haben, im Beruf allen Sinn zu finden. Sicherheit und geregelte Arbeitszeiten sollten in seine Wahl einfließen. Doch auch er muss sich fragen, in welchem Bereich er sein Leben lang arbeiten möchte. Schreiner etwa mögen gesucht sein – aber hat er genügend handwerkliches Interesse? Die Aussichten für studierte Ingenieure mögen glänzend sein, und keiner muss dafür Physik in der Schule geliebt haben – doch ist es vorstellbar, sich fortan dauernd mit Zahlen und exakter Mathematik zu beschäftigen?

Morgen folgt Teil 3. Bei Fragen könnte ihr Christian Heinrich gerne kontaktieren. Seine E-Mail-Adresse erhaltet ihr auf Anfrage bei Younect.