Westwind. Die Kraft der Liebe und der Musik 1988. Deutsch-deutsche Liebe in Ungarn

„Niemand hat ein Jahr vor dem Mauerfall daran gedacht, dass es jemals dazu kommen wird.“, sagt Susann Schimk im Interview mit der Produzentin. Dies ging mir 1988 genauso. Ich sagte damals 1986-1989 Freunden in den USA und in Südamarika immer: „Natürlich steht die Mauer nicht für immer. Aber ich werde das in meinem Leben nicht mehr erleben.“ So fest stand die Mauer für mich. Ich kannte die Welt nicht anders.

Der Film „Westwind“ spielt im Sommer 1988 in Ungarn. Auch die unzertrennlichen Zwillinge in dem Film kennen die Welt nur mit Mauer und Trennung Deutschlands. Eine wahre Geschichte von Susann und Doreen Schink. Die Produzenten bringen eine emotionale Mischung aus großen Gefühlen und existenzieller Entscheidung auf die Leinwand. Ich will gar nicht zu viel vom Inhalt erzählen. Ich kenne keinen Film, der so „einfach“ genial die Stimmung und Zerrissenheit, die Kraft der Liebe und Kraft der Musik transportiert, die ich anders aber ähnlich auch 1988 in Ost-Berlin erlebt habe. 1985 bekam ich, West-Berliner, einen Anruf aus Ost-Berlin. Über die Musik von Howard Jones lernte ich vier Jahre vor dem Mauerfall 1985 Freunde in Ost-Berlin kennen. Bis zum Sommer 1989 feierten wir East-West-Partys in der Warschauer- und Simon-Dach-Straße mit sehr viel Liebe und Musik, Howard Jones, Cindy Lauper, Depeche Mode, The Cure… zeitweise 60 Freunden aus beiden Stadthälften und Emotion pur.

„Hut ab“ für die Hauptdarstellerinnen Friederike Becht und Luise Heyer, die diese Geschichte spielen, als wäre es ihre eigene, dabei ist die Welt von 1988 kaum in Worte zu fassen. Grandios.