Ein Unternehmen alleine kann keine Vorräte anlegen! Das geht nur im regionalen Verbund!

Backyard Monsters erfreuen sich auf Facebook großer Beliebtheit. Es geht um Monster, die gefüttert werden müssen, um Siedlungen zum Schutz von Silos und Vorräten. Die Silos der Gegener werden immer wieder angegriffen, um möglichst viele Punkte und damit Rohstoffe, Zäune aus Stahl und Gold sowie Nahrung für die eigenen Monster zu bekommen. Der Grundgedanke von Backyard Monsters erinnert mich sehr an das Spiel Die Siedler von Catan„.

Die Höhe der Fachkräftelücke ist umstritten, doch fest steht bereits: MEHR Fachkräfte werden es nicht. Was können Unternehmen, Städte, Regionen, Bürgermeister, Landräte, Clustermanager jetzt tun? Kennen Sie Josefs Traumdeutung der fetten und der mageren Kühe. In der Bibel 1. Mose 41,1-57 wird beschrieben, wie  der Pharaos von fetten Kühen träumt, die von mageren Kühen gefressen werden. Josef deutet diese Träume: Auf 7 Jahre mit vollen Feldern folgen 7 Jahre Dürre: “7 Jahre Hungersnot, da würde es dem Land Ägypten nicht gut gehen. Aber Gott zeigte dem Pharao das alles, damit er sich gut darauf vorbereiten konnte.” Josef sorgt dafür, dass die Kornkammern landesweit rechtzeitig gefüllt werden und die Ägypter so während der Dürrejahre genug zu essen haben. Er sorgt vor.

Wie können Städte, Regionen und Branchenverbände vorsorgen und sich auf die mageren Jahre vorbereiten, wenn der viel beschriebene Fachkräftemangel eintrifft? Das NORDFRIESLAND TAGEBLATT schreibt: „Ein kluger Mann baut vor. Getreu diesem alten Sinnspruch haben einheimische Handwerksbetriebe einem drohenden Fachkräftemangel vorgebeugt und vorausschauend auch über einen temporären Bedarf hinaus Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt.“ Sehr vorbildlich. Aber was passiert mit GUTEN Bewerbern, die – im Bild des Sportwettkampfs – links und rechts vom Goldgewinner aufs Siegertreppchen kommen und Silber und Bronze gewinnen?

ALLE Bewerber in Unternehmen mit Silber- und Bronze-Medaillen bekommen Absagen. Warum? Na, das ist halt so – schon immer so gewesen. Ist es wirklich sinnvoll, das ein Großteil der Zeit und des Geldes, die in Regional- und Personalmarke­ting, in Stellenanzeigen, Auswahl­prozesse und Vorstel­lungsge­spräche investiert wurden, mit Absagen an die Silber- und Bronze-Gewinner auch verloren gehen? Städte, Landkreise und Branchen sollten sich schnell besinnen und auf Josef und den Pharao, auf „Die Siedler von Catan“ und „Backyard Monsters“ schauen und Vorratsspeicher bauen: regionale, gemeinschaftliche Talentpools. YOUNECT schlägt regionale Talentpools vor, die von Unternehmen, Schulen, Berufsschulen, Hochschule und anderen regionalen Partnern GEMEINSAM gefüllt werden. Gemeinsam mit der Konkurrenz?

Ja. Denn ein Unternehmen alleine kann keine Bewerber-Vorräte anlegen! Das geht nur im regionalen Verbund. Wartelisten von Unternehmen werden abgestraft, die Bewerber suchen sich andere Jobs. Unternehmen gewinnen aber, wenn sie GUTE Bewerber zeitnah zur Bewerbung im regionalen Netzwerk weiter empfehlen. Monate oder Jahre später kann dieses Unternehmen selbst auf den Talentpool zugreifen.  Es geht um das Teilen GUTER Bewerber zum Wohl der gemeinsamen Region und Branche. Alles dient einem ZIEL: Zusammen die besten Bewerber im Landkreis und den Schlüsselbranchen zu halten. GUTE Bewerber gehen nicht mehr verloren.