Wissen führt nie zur Veränderung. Von Madonna mehr über Innovation lernen

Anja Förster meint, dass wir von Madonna mehr über Innovation lernen können als von Management-Gurus. „Madonna erfindet sich auf dem Höhepunkt wieder neu.“ Allen Innovatoren sagt sie: „Nutze den Wandel, um ihn aktiv in deine Richtung voran zu treiben. Widerstände sind als Erneuerer Teil des Geschäfts. Sie werden immer da sein.“ Das passt zu Christian Bischoffs Satz: “Nimm den Stolperstein und küss ihn”. Ich freue mich auf mein Treffen am Montag mit Anja Förster in München auf der 13. Jahrestagung „innovation 2011″, der Leitveranstaltung für Innovationsmanagement. Vor einer Woche hatte ich von der Glücksfee Anja Förster eine Freikarte gewonnen.

Anja Försters Partner Peter Kreuz hatte ich im Februar persönlich in Berlin kennen gelernt. Da sagte er im Kulturkaufhaus Dussmann: “Wissen führt nie zur Veränderung.” Wir denken, dass wir über eine saubere Analyse zum Handeln und zur Veränderung kommen. Peter Kreuz zeigte einen anderen Weg auf: “1. Sehen, 2. Fühlen, 3. Veränderung.“ Anja Förster & Peter Kreuz sind begnadete Geschichtenerzähler. Wenn sie reden, klingt Veränderung so einfach: Ohne Fehler nichts Neues. “Wenn wir nicht genügend Fehler machen, heißt das, dass wir nicht genügend neue Dinge ausprobieren”, zitieren sie Philip Knight. Wer Veränderung als Bedrohung sieht, wird nicht genug Fehler machen. Aber nicht alle Fehler führen automatisch zum Erfolg. Risiko heißt, der Ausgang bleibt offen und Scheitern gehört dazu. Zum Glück, meinte Florian Langenscheidt im Labor für Entrepreneurship “ist man ein lernendes Wesen.” Er ist überzeugt, “Risiko wird belohnt. Von irgendwo kommt immer Rückenwind.”